Unsere London Städtereisen in Zeiten des Brexits: Alles halb so wild!

Zusammenfassung:

Eine Reise nach London ist bis Ende 2020 für EU-Bürger problemlos mit einem Personalausweis oder Reisepass ohne Visum möglich!

Aufgrund der politischen Entwicklungen auf der Insel, stellt sich doch automatisch die Frage: Lohnt sich eine Reise in die britische Hauptstadt London überhaupt noch und muss man mit verstärkten Kontrollen und Einschränkungen nach dem EU-Austritt rechnen?

Wir von MANGO Tours können auch nicht voraussagen wie sich die politische Lage in Großbritannien weiterentwickelt, dafür wissen wir aber sicher, dass wir mit unseren begehrten London Städtereisen so weitermachen wie bisher!

Denn wer sich mit der Lage um den Brexit auseinandersetzt, bemerkt, dass die Lage doch gar nicht so dramatisch ist, wie sie zunächst erscheint!

Deshalb halten wir für Euch hier einen kleinen Überblick über die Entwicklungen seit dem Beginn der Ereignisse mit dem Referendum im Juni 2016 bereit und geben euch alle wichtigen Informationen an die Hand, die es jetzt bei einer London Reise zu beachten gilt!

Die meisten Sorgen, die aufgrund der Unsicherheit über den EU-Austritt der Briten geschürt werden, sind unbegründet! Warum das so ist könnt Ihr aus der folgenden Liste mit Key Facts für London Urlauber in 2019/2020 entnehmen:

 

Keyfacts für London Reisende in Zeiten des Brexits:

  • Wird Ende Januar 2020 einem Brexit mit Austrittsabkommen zugestimmt, reisen EU-Bürger weiterhin mindestens bis Ende 2020 mit ihrem Personalausweis ohne nötiges Visum. Solange dauert die vereinbarte Übergangsfrist für den EU-Austritt.
  • Bei einem Brexit mit Abkommen rechnen die meisten Experten auch langfristig mit einer Sonderlösung für Reisende, wie beispielsweise von der Schweiz oder Norwegen.
  • Auch bei einem harten Brexit ohne Austrittsabkommen, hat die britische Regierung zugesichert EU-Bürger mit ihrem Personalausweis ohne Visum weiterhin für Aufenthalte von bis zu drei Monaten einreisen zu lassen.
  • Zwar ist bei einem harten Brexit mit Zollkontrollen zu rechnen, allerdings waren diese vorher schon vorhanden, da Großbritannien nie Teil des Schengenraums gewesen ist. Diese Kontrollen wären dann lediglich länger und allgemeine Waren dürften dann lediglich begrenzt auf 430€ zollfrei mitgenommen werden.
  • Zu beachten wäre bei einem möglichen NO-Deal Brexit, dass in diesem Falle die Roaming Gebühren fürs Handy wieder anfielen.
  • Es könnte im Falle eines Brexits dazu kommen, dass gesetzliche Krankenkassenkarten nicht mehr angenommen werden, sondern nur noch die private Auslandskrankenversicherung. Diese ist in unserem MANGO Tours Komplettschutz enthalten und Ihr seid in diesen Fällen damit perfekt abgesichert.
  • Seit den anhaltenden Brexit Verhandlungen ist der Pfund um zehn Prozent gesunken und wird dies aller Voraussicht nach auch nach dem möglichen Austritt aus der EU weiterhin tun. Dadurch werden Einkäufe und Shoppingtouren deutlich günstiger!

Es ist also selbst bei einem harten Brexit nur mit kleineren Einschränkungen zu rechnen. Es gilt, die zukünftigen Entwicklungen zuallererst einmal abzuwarten!

Nachdem Ihr nun alle wichtigen Facts für London Reisende habt, könnt Ihr Euch hier einen Überblick über die politische Entwicklung in Great Britain verschaffen. Dazu haben wir euch eine Liste mit allen wichtigen politischen Fakten, sowie eine Timeline der bisherigen Ereignisse erstellt:

Die Hauptpunkte eines Abkommens sind unter anderem:

  • Der Backstop an der britischen Grenze
  • Die Art der Anbindung Großbritanniens durch eine mögliche Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit der EU
  • Die Höhe der möglichen Zahlungen Großbritanniens an die EU
  • Eine Austrittsübergangsfrist bis Ende 2020
  • Eine weitere Sicherung des Rechtsstatusses der EU-Bürger in Großbritannien und der Briten in der EU

Sollte es zu einem NO-Deal Brexit ohne Austrittsabkommen kommen, gäbe es keine Übergangsfrist bis Ende 2020, in der die Briten noch in der EU verbleiben könnten, dadurch müssten sofort Zölle eingeführt werden. In diesem Falle gäbe es eine Zollfreigrenze von 430€, bei bestimmten Waren wie beispielsweise Whiskey kann es allerdings zu Abweichungen kommen.

Brexit-Timeline:

  • Juni 2016: Das Mitgliedschaftsreferendum findet statt (51,89% Stimmen pro Austritt), Premierminister Cameron tritt ab, Theresa May wird neue Premierministerin.
  • 29. März 2017: Die britische Regierung reicht in Brüssel die offizielle EU-Austrittserklärung ein.
  • 19. Juni 2017: Rund ein Jahr nach der Referendumsabstimmung in Großbritannien werden die Brexit-Verhandlungen in Brüssel eröffnet.
  • 13. November 2018: Die Brexit-Unterhändler Großbritanniens und der EU einigen sich auf einen Textentwurf eines Austrittsabkommens.
  • 22. November 2018: Großbritannien und die EU einigen sich auf einen Entwurf zu den angestrebten künftigen Beziehungen nach dem Brexit.
  • 15. Januar 2019: Die Abgeordneten in London stimmen mit großer Mehrheit gegen den Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May.
  • 6. Februar 2019: Am 12. März soll nochmals über Mays Austrittsabkommen abgestimmt werden. Falls es dieses wiederrum abgelehnt wird, soll das Parlament entscheiden, ob es harten Brexit ohne Abkommen will.
  • 12. März 2019: Die Abstimmung im Unterhaus über den Deal Mays mit der EU endet erneut mit einer weiteren klaren Niederlage für das Abkommen der Premierministerin.
  • 14. März 2019: Das Unterhaus schiebt den EU-Austritt bis mindestens zum 30. Juni auf. Premierministerin Theresa May gibt bekannt, dass sie dem Parlament den Austrittsvertrag zum dritten Mal vorlegen wird.
  • 29. März 2019: Am Tag, der für den EU-Austritt Großbritanniens ursprünglich vorgesehen war, stimmt das britische Parlament zum dritten Mal gegen Theresa Mays Brexit-Austrittsvertrag.
  • 11.April 2019: Der EU-Sondergipfel räumt Großbritannien einen weiteren Aufschub des Brexits bis zum 31.Oktober ein.
  • 22. Mai 2019: Theresa May stellt einen weiteren Brexit-Deal, den New Deal vor. Ziel ist es alle Brexit-Lager zufriedenstellen, jedoch wird das Gegenteil erreicht. Denn der „New Deal“ ist im Großen und Ganzen der alte Deal, in dem lediglich ein paar Wünsche der Lager berücksichtigt werden.
  • 07. Juni 2019: Theresa May gibt aufgrund ihres Scheiterns den Parteivorsitz der Tories ab.
  • 23. Juli 2019: Boris Johnson gewinnt Wahl um Parteivorsitz der Tories und wird Premierminister, er gilt als Brexit Hardliner.
  • 28. August 2019: Boris Johnson verordnet dem britischen Parlament eine Zwangspause. Er bittet die Queen die aktuelle Sitzungsphase des Parlaments in der zweiten Woche im September zu beendigen.
  • 04. September 2019: Boris Johnson führt seinen Kurs zuvor unbeirrt fort und setzt alles daran, am 31. Oktober 2019 die EU zu verlassen – notfalls auch ohne einen Brexit-Deal.
  • 09.September 2019: Das Parlament stimmt einem Gesetzentwurf gegen den No-Deal Brexit zu und verpflichtet Johnson so den Brexit zu vertagen, falls er bis zum 31. Oktober keine Einigung mit der EU erzielt hat. Um seinen Brexit-Kurs zu retten, schlägt der Premierminister Neuwahlen vor. Demnach müsse Großbritannien entscheiden, wer nach Brüssel reisen solle. Der Vorschlag nach vorgezogenen Neuwahlen scheitert allerdings im Parlament.
  • 24. September 2019: Das Oberste Gericht kippt die durch Boris Johnson forcierte Zwangspause des Parlaments, da diese rechtswidrig sei.
  • 17. Oktober 2019: EU und Großbritannien sind sich einig. Ein neues Brexit-Abkommen steht. Es wurde sich unter anderem auf Regelung für die künftige EU-Außengrenze in Irland geeinigt.
  • 19. Oktober 2019: Das Londoner Parlament verschiebt die Entscheidung über das Brexit-Abkommen erneut. Die Mehrzahl des Parlaments stimmt zwar für das Brexit-Gesetz, aber gegen Johnsons Vorgaben die einen Brexit zum 31.Oktober vorsahen.
  • 28. Oktober 2019: Die EU Staaten stimmen zu, den Brexit bis Ende Januar aufzuschieben. Großbritannien wird bis zum 31. Januar 2020 in der Union bleiben können.
  • 29.Oktober 2019: Das Unterhaus verabschiedet mit großer Mehrheit ein Gesetz, das eine vorgezogene Parlamentswahl am 12. Dezember vorsieht. Johnson hofft auf eine Mehrheit, um sein mit Brüssel ausgehandeltes Brexit-Abkommen umzusetzen und Großbritannien schnellstmöglich aus der Europäischen Union zu führen.

 

 

 

 

 

 

Nun da ihr jetzt alle wichtigen Informationen für London Reisende, eine Zusammenstellung aller wichtigen Informationen über die britische Brexit Politik und eine Timeline mit allen nennenswerten Ereignissen nach dem Referendum bekommen habt, könnt Ihr beruhigt auf Eure Reise in die englische Hauptstadt vorausblicken, denn es ist höchstens mit kleineren Einschränkungen nach der Entscheidung Ende Januar 2020 zu rechnen!

Natürlich ist eines dabei immer sicher: Wir von MANGO Tours werden die wohl schönste Stadt der Insel weiterhin wie bisher anfahren und mit Euch die vielen Sehenswürdigkeiten der britischen Metropole erkunden!

All das ist der Stand vom 18.11.2019 und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Quellen:

https://www.sueddeutsche.de/reise/grossbritannien-reisen-brexit-reiseplanung-1.4326570

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Europa/brexit.html

https://www.lpb-bw.de/brexit.html

https://www.handelsblatt.com/politik/international/brexit-2019-die-chronologie-des-brexits-eine-zusammenfassung-des-eu-austritts-grossbritanniens/24097616.html?ticket=ST-12635891-kg2nz4bIwYxRfFZcfcRq-ap1

https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20190307IPR30739/no-deal-brexit-notmassnahmen-fur-den-fall-eines-brexit-ohne-abkommen