Fade, fettig, ungenießbar – selbst nachdem Jamie Oliver sich in die Herzen der Europäer kochte, halten sich hartnäckige Gerüchte über die ach so fürchterliche englische Küche. Und kaum ein Ort ist geeigneter als London, um diese Gerüchte zu widerlegen.

Fangen wir zum Beispiel mit Fish’n’Chips an: Traditionell wird das englische Nationalgericht mit Erbsen serviert, mal im Ganzen, mal püriert. Aus einer alten Zeitung wird der Fisch aber kaum noch gegessen und die Pubs buhlen stets um neue Kreationen. Mehr als zehn Pfund sollte man jedoch nicht bezahlen. Gerade in Central London veranschlagen einzelne Restaurants bis zu 16 GBP!!! Am besten also schlicht und authentisch genießen, statt die Tourifallen zu unterstützen.

Eine englische Kreation wird noch häufiger verkauft als Fisch mit Pommes – und zwar Chicken Tikka Masala. Richtig gehört: Das „indische“ Gericht wurde von Einwanderern erfunden, um europäische Gaumen an die Küche des Subkontinents zu gewöhnen. Das Hähnchen wird dabei langsam in einer würzigen Tomatensauce gekocht. Eine Parallele zum Döner, der ja nachweislich auch in Berlin kreiert wurde.

Ähnlich wie in Deutschland schießen auch in London alternative Burgerläden wie Pilze aus dem Boden – und treiben ganz eigene Blüten. Auf dem Markt in Greenwich beispielsweise gibt es einen Ramen-Burger, bei dem das Brot durch aneinandergepresste japanische Nudeln ersetzt wird.

Generell sind die Märkte eine kulinarische Schatztruhe. Sowohl in Greenwich als auch in Camden Lock oder auf dem Borough Market (am Südufer der London Bridge gelegen) buhlen zahlreiche Streetfood-Stände um die Gunst der Kunden. Ob Äthiopisch, Indisch, Bengali, Mexikanisch, Brasilianisch, Gaza-Kitchen oder Japanisch – hier kann man sich für schmales Geld die Hüften breitfuttern! 

Unschlagbar ist auch die englische Pubkultur. Der Pub ist das erweiterte Wohnzimmer der Briten und in vielen Fällen auch entsprechend eingerichtet. Importierte Lagerbiere kommen dem deutschen Pils geschmacklich am nächsten, ferner werden in den meisten Läden das irische Guinness, verschiedene Sorten Cider und das gewöhnungsbedürftige Ale angeboten. Hier gilt: Bestellt wird an der Theke, Trinkgeld ist nicht üblich und wer etwas zu Essen ordert, sollte seine Tischnummer nennen – denn im Gegensatz zu den Getränken wird das essen zum Platz gebracht.

 

Weitere Tipps zum Essen und Trinken gibt es im Time Out Magazine.

http://www.timeout.com/london

 

Location Tipps


Die gute Nachricht vorweg: In London ist noch kein Besucher verhungert. Zumindest nicht in der Neuzeit. Und auch in der sonst so teuren Stadt gibt es Möglichkeiten, für wenig Geld satt zu werden. Die schlechte Nachricht: Die Auswahl ist so riesig, dass es unmöglich ist, alles zu probieren oder für jeden Geschmack eine allgemeingültige Aussage zu treffen.

Vor allem das Soho-Viertel ist eine wahre Schatztruhe an Leckereien, die so international sind wie die Stadt selbst. Eine kleine Auswahl:

Wagamama, Lexington Street (Japanisch, Hauptgericht ca. £10.00)
Soho Joe, Dean Street, (Pizzeria, ca. £10.00)
Maoz, Old Compton Street (Imbiss, Falafel/Vegetarisch, ca. £6.00)
The Golden Lion, Dean Street (Pub, ca. £9.00)
Montague Pyke, Greek Street/Charing Cross Road, Pub (£5.00 - £10.00)
Nando’s, Frith St., weitere Filialen im gesamten Stadtgebiet (Geflügel, ca. £10.00)
Busaba Eathai, Wardour Street (Thailändisch, Hauptgericht von £6.90 bis £10.00)
Cay Tre, Dean Street, (Vietnamesich, Hauptgerichte £7.00 bis £15.00)
Masala Zone, Covent Garden, weitere Filialen im gesamten Stadtgebiet (Indisch, ca. £10.00)
Außerdem: Zahlreiche All-you-can-eat-Buffets rund um Chinatown (£7.00 bis £15.00)

Außerhalb von Soho:

The Lord Moon of the Mall, Wetherspoon-Pub am Trafalgar Sq./Whitehall
The Horniman, kinderfreundliches Pub in der Hays Gallery, direkt an der Themse gelegen. (Hauptgericht £7.00 - £10.00)
Greenwich Market, Street Food aus aller Welt (samstags, ca. £6.00)
Camden Lock Market, Street Food aus aller Welt (ab £4.00)

Für den kleinen Hunger oder Kaffeedurst findet sich eine Filiale von EAT oder Pret-a-Manger alle paar Meter. Die Sandwiches, Suppen und Salate werden täglich frisch zubereitet. Was am Abend übrig ist, wird der Obdachlosenhilfe gespendet! Ebenfalls weit verbreitet ist die Kette Itsu (Healthy Food, also viel Sushi, Salate, Smoothies, etc.).

 

Bars und Nachtleben

Auch die Nachtschwärmer kommen in London nicht zu kurz. Für jeden Geschmack ist etwas dabei - ob riesige Clubs oder kleine Bars mit DJs, ob trendig oder klassisch- jeder kommt auf seine Kosten. Soho und Hoxton/Shoreditch sind ein absolutes Muss wenn man Lust auf eine schicke Barrunde hat.

 

Selfridges

Adresse: Selfridges, 400 Oxford Street, W1.
Tube: Marble Arch / Bond Street / Oxford Circus.

Der etwas andere Ort: Inmitten seines Einkaufsgetümmel hat das Kaufhaus Selfridges eine verlockende Moët & Chandon Champagner Bar eingerichtet.

 

Ye Olde Mitre Tavern
Adresse: 1 Ely Court, EC1.
Tube: Farringdon.

Dieser Pub wurde schon in Shakespeares´ Richard II erwähnt und auch Königin Elisabeth soll hier getanzt haben. Eine nette Atmosphäre wird durch wunderschöne alte Hölzer und ausgelegten orientalischen Teppichen erzeugt.

 

The Argyll Arms
Adresse: 18 Argyll Street, W1.
Tube: Oxford Circus.

Hier trifft man sich am besten zum Lunch oder nach der Arbeit. Der Pub im Viktorianischen Stil wird als einer der besten Pubs im Bezirk des Oxford Circus genannt.

 

Fabric
Adresse: 77a Charterhouse Street, EC1.
Tube: Farringdon.

Das Fabric ist weltbekannt und gilt als etwas Besonderes. Es ist in drei Räume/Ebenen eines früheren Fleischmarktes unterteilt. Von außen mag es unscheinbar sein, aber das futuristische Design erzeugt eine intime Atmosphäre. Natürlich steht hier die Musik im Vordergrund- Underground und Letfield Dance Music.


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